Der Puggle  - Halb Mops, Halb Beagle
Ein Familienhund oder großer kleiner Freund für viele Aktivitäten

Ein Puggle ist ein Hybridhund. Eine Mischung zwischen Beagle und Mops. Also eine gewollte und gezielte Verpaarung zwischen zwei anerkannten Rassen mit dem Ziel eine Verbesserung von Eigenschaften zu erzielen. In diesem Fall die Verlängerung der Nase des Mopses und die Abschwächung des Jagdtriebes des Beagles.

Natürlich ist Puggle nicht gleich Puggle. Nicht jeder Beagle hat grundsätzlich einen hohen Jagdtrieb, aber solltest du dich für einen Puggle entscheiden, der aus einem Wurf kommt, dessen Eltern ein Puggle und ein Beagle sind, ist ein erhöhter Jagdtrieb zu erwarten. Kommt dein Puggle aber aus einem Wurf bei dem beide schon Puggle in zweiter oder dritter Generation sind, ist der Jagdtrieb schon weitaus geringer veranlagt und auch die Nase des Beagles wird sich mehr durchgesetzt haben.

Egal wie, ein Puggle ist ein Überraschungspaket und das muss man mögen. Was Puggles aber auf alle Fälle sind, und zwar ausnahmslos, sind herzliche und unermüdliche Schmusebären, die die Perfektion des Mitleidigen-Blickes beherrschen. Einmal angefangen einen Puggle zu streicheln, wird man ihn nicht mehr los. Er wird sich regelrecht in dein Herz bohren.

Sitzt man auf der Couch, setzt er sich neben dich oder legt sich hinter dich. Egal wie, er wird Körperkontakt aufnehmen. Seinen Kopf auf deine Schulter oder deine Beine legen. Er wird sich anlehnen und mit seiner Pfote deine Aufmerksamkeit und deine Kraulhand einholen. Das sollte man mögen.

Erziehung eines Puggles

Ein Puggle ist nicht einfach in der Erziehung. Wir haben mehrmals versucht unsere Puggles von der Couch fernzuhalten. Auch die Toilette alleine zu besuchen ist für den einen oder anderen im Haus nicht möglich. Frauchen könnte was schlimmes passieren auf der Toilette – wir müssen mit. Auch die Badewanne wird versucht verzweifelt auszutrinken – Frauchen ertrinkt, ich muss sie retten.

Beide Rassen (Mops und der Beagle) sind sehr stur. Man wird also keinen gehorsamen, unterwürfigen Puggle finden. Was die Erziehung und das Training aber sehr erleichtert ist der Fakt, dass beide Rassen furchtbar verfressen sind. Für Leckerlis würde ein Puggle tatsächlich so gut wie alles machen. Wir haben das Futter entsprechend reduziert, damit wir während des Spaziergangs genug Futterlust im Gepäck haben, damit jeder Abruf funktioniert. Bisher haben wir noch keinen Hund verloren.

Puggles können entweder die Nase nur am Boden haben oder die ganze Zeit neben dem Leckerli-Beutel herlaufen. Je nachdem welches Exemplar man eben erwischt hat. Du solltest mit allem rechnen und mit allem klar kommen.

Umgang mit anderen Hunden

Der Puggle ist an sich ein freundlicher und aufgeschlossener Hund. Er wird sich meist untergeben, da er weniger mutig ist oder er wird sich freudig mit anderen Hunden zum Spielen treffen und einen heiden Spaß haben. Angeleint haben Puggles gegenüber nicht freundlich gestellten Hunden allerdings auch eine große „Klappe“, allerdings ist das bei den meisten Hunderassen der Fall.

Puggles haben keine Vorliebe für kleine oder große Spielpartner. Sie können auch Dank der verlängerten Nase und ihren ausgeprägten Muskeln sehr ausgiebig springen und auch mit großen Vertretern problemlos mithalten. So springen unsere Puggles die Weinberge hoch und runter und auch von unseren Welpenbesitzern haben wir ähnliche Geschichten gehört.

Das Fell eines Puggles

Der Puggle hat in der Regel ein kurzes Fell. Wir haben aber auch schon Puggles gesehen, die über etwas längeres Fell verfügen. Eine Laune der Natur könnte man sagen, ähnlich wie Albinos. So ein Exemplar haben wir in unserer Truppe.

Die Farben erstrecken sich vom Mops-braun oder -champagner bis hin zu bunten Puggles, die die Farbgebung des Beagles haben (also weiß, braun, schwarz). Die erste Generation Puggles (Eltern Mops und Beagle) sind aber generell einfarbig und braun bzw. champagner. Die Würfe aus Puggle und Puggle sind dann meist gemischt. Wir hatten bei unseren beiden Würfen bisher immer drei einfarbige Pugglewelpen und der Rest war bunt mit viel weiß.

Der Puggle haart normal bis stark. Er sollte regelmäßig gebürstet werden, damit man nicht immer und überall seine Haare findet. Je nachdem wie intensiv das tägliche Leben mit Spaziergängen bei Wind und Wetter ist, sollte er mit lauwarmen Wasser abgewaschen (Beine, Pfoten und evtl. Bauch) oder auch gebadet/geduscht werden. Hierzu sollte man ein geeignetes Hundeshampoo benutzen.

Gelegentliches Bürsten genießen Puggles sogar richtig und kommen meist schon angerannt, um sich die Massage nicht entgehen zu lassen. Zähne putzen sollte man als Welpe schon trainieren, ansonsten wird sich der Puggle genauso wie jeder andere Hund, nicht gefallen lassen. Wir kürzen hin und wieder die Krallen, besonders die Wolfskralle, da sie sich nicht von alleine abnutzt. Die Ohren sollten natürlich auch gesäubert werden, wobei wir hier keine Probleme verzeichnen können.

Die meisten Puggles haben kein Unterfell und frieren auch aufgrund der geringen Bodenhöhe bei kälteren Temperaturen. Sie sollten daher bei Winterwetter einen Pulli oder einen Hundemantel tragen der sie bei längeren Ausflügen entsprechend schützt.

Alleine bleiben

Ein Puggle kann dazu neigen, nicht oder nur sehr schlecht alleine zu bleiben. Das muss nicht der Fall sein. Die Mehrheit unserer Welpen verkraftet das Alleine sein recht gut, aber wir achten dennoch darauf, dass die neuen Besitzer unsere Welpen nicht lange alleine lassen müssen und das zur Not noch eine gute Alternative zur Verfügung steht oder zumindest bereits bedacht wurde, sollte es nicht klappen wie gewünscht.

Wenn aber zwei Hunde im Haus leben, muss man sich um den Puggle schon keine Sorgen mehr machen. Er kann dann sehr gut eine Zeit (es sollte dennoch keine 5 Stunden übersteigen) ohne den Menschen auskommen, ist aber happy wenn die Familie wieder komplett ist, ob das nach 10 Minuten oder nach 4 Stunden ist – die Freude ist gleichbleibend groß.

Gesundheit

Ein Puggle hat eine Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Da der Beagle den Puggle-Welpen meist eine längere Schnauze vererbt, können sie dadurch freier atmen. Das typische Schnarchen kann die längere Nase aber in der Regel nicht verhindern. Augenkrankheiten (das so genannte Cherry Eye), Epilepsie und Hüftprobleme kommen bei dieser Mischung gelegentlich aber nicht generell vor.

Besonders das Cherry Eye (Nickhautdrüsenvorfall) ist ein viel thematisiertes Problem von Puggles. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob es vererbt wird und eine Zucht zwischen zwei Tieren, bei denen es zu dem Cherry Eye im Wurf kam, beendet werden sollte. Wohingegen viele Tierärzte ihre Zweifel kund tun, ob generell eine Vererbungsfrage ist. Denn es kommt generell häufiger bei den Rassen mit einem hohen Stop der Nase zu einem Nickhautdrüsenvorfall. So sind z.B. der Beagle, der Mops, englische Bulldoggen aber auch amerikanische Cockerspaniel und Lhasa Apsis davon betroffen.

Der Nickhautdrüsenvorfall ist eine einfache invasive Operation. Er kann vom Tierarzt mit wenigen Stichen erledigt werden. Der Veterinär wird die Nickhaut wieder an seinen Platz bringen und sie mit einem oder zwei Stichen dort befestigen. Danach gibt es noch vorbeugend Antibiotika, damit es zu keiner Entzündung kommt. Nach wenigen Tagen sollte im Normalfall alles vergessen sein. Der Faden löst sich nach einigen Tagen von alleine auf.

Manche Puggles sind, durch die Gene vom Mops, auch hitzeempfindlich. Die meisten Puggles haben kein Unterfell und frieren auch aufgrund der geringen Bodenhöhe bei kälteren Temperaturen. Sie sollten daher bei Winterwetter einen Pulli oder einen Hundemantel tragen der sie bei längeren Ausflügen entsprechend schützt.

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