Unsere Lilly
Mit ihr zog das Puggle-Leben bei uns ein

Unsere Lilly-Rose ist nicht so zart wie ihr Name klingt. Als wir die ganzen süßen Bilder und Videos von Lilly sahen, dachten wir, wir würden ein Püppchen nach Hause holen. Weit verfehlt. Ein richtiger Räuber kam zu uns. Voller Leben, Tatendrang und Unsinn im Kopf – dieser kleine freche Puggle.

 Lilly zeigte schnell eine Vorliebe für alle Kuscheltiere in unserem Haus. Aber sie wollte damit nicht etwa schmusen. Nein, Nein! Sie hat sie „erlegt“. So fehlten auch dem größten Teddy schon bald die Augen und so mancher Arm und manches Bein. Alle wurden durch einen Biss und ein heftiges Schleudertrauma gar niedergestreckt.

Lilly’s Grundcharakter

Unsere Lilly ist ein totaler Schmuser. Gerne liegt sie, wie alle Puggles, am liebsten auf der Couch. Familie oder Besucher werden so auf jeden Fall in den Puggle-Bann gezogen. Kaum Platz genommen, wird sich dazu gelegen. Am liebsten auf dem hinteren Kissen der Couch, damit der Kopf auf die Schulter gelegt werden kann.

Lilly ist sehr offen und freundlich gegenüber anderen Hunden. Neugierig aber respektvoll gegenüber Katzen (gemachte Erfahrungen, werden sofort berücksichtigt). Sie liebt Kinder und Erwachsene gleichermaßen und sie ist weder streitlustig noch aufmüpfig.

Im Gegensatz zu einigen Puggles kann Lilly sehr gut alleine bleiben. Sie macht nichts kaputt, sondern wartet geduldig bis man wieder Zuhause ist. Bis auf Teddys hat Lilly bisher nichts kaputt gemacht, sie hat allerdings so manches Essen vom Tisch geklaut, wenn man nicht aufpasste.

Lilly und Jagdtrieb

Zu Beginn war Lilly eher schüchtern und ließ sich oft domestizieren, was für uns oft schwer war mitanzusehen. Aber der Spaziergang mit anderen weiblichen Hunden hat ihr gezeigt, wie man beim Spaziergang richtig Spaß haben kann. So haben zwei Hundedamen ihr das Schnüffeln beigebracht und die Liebe Krähen zu verscheuchen.

Weiter ist ihr Jagdtrieb aber nie gekommen. Wir sehen öfters mal Hasen oder Rehe in den Weinbergen, aber das interessiert Lilly überhaupt nicht. Ein gutes Leckerli und den Leckerli-Beutel oder -Spender hingegen lässt sie nicht aus den Augen. Hier sind also keine Beagle-Gene zu verzeichnen.

Lilly und Fressen

Beim Fressen hört der Spaß und die Freundschaft auf. Nicht gegenüber uns Menschen (sie hat uns noch nie gebissen oder nach uns geschnappt), aber mit ihrem Rudel. Leo ist ein genüsslicher Esser, was Lilly zu Beginn ausnutze, um auch noch an seinen Napf zu kommen. Es war viel Strenge (wir würden nie schlagen, aber zurückhalten und schimpfen) nötig, am Ende war es aber Leo, der sich endlich zur Wehr setzte und sein Essen mit Knurren verteidigte.

Wir haben Lilly zu Beginn mit Trockenfutter und Leckerlis gefüttert. Als reiner Katzenbesitzer, denkt man, dass ein Hund so auch gut versorgt ist. Als sie aber immer wieder den Napf nicht anrührte und wir beim Kölle Zoo einen Barf-Workshop miterlebten, haben wir uns mit der Ernährung mehr auseinandergesetzt. Lilly verschlang das Barf in wenigen Sekunden. Es war eine Freude ihr zuzusehen.

Seitdem sind wir Barfer aus Überzeugung. Es zogen neben gewolltem Frostfleisch und -Gemüse auch Hasenohren mit Fell und Ochsenziemer bei uns ein. Etwas gewöhnungsbedürftig zu Beginn, aber nach kurzer Zeit hat man sich dran gewöhnt, besonders wenn man die glücklichen Augen seines Hundes sieht.

Lilly und Erziehung

Da Lilly sehr verfressen ist, kann man das sehr gut gegen ihre Sturheit einsetzen, um so doch erfolgreich eine Erziehung und ein Training zu absolvieren. Sie konnte schon nach kurzer Zeit alle wichtigen Kommandos wie Sitz, Platz, Komm her, gib Pfote. Das „Bleib“ fiel ihr lange mega schwer, zumindest wenn sie uns nicht mehr sehen konnte. Wie schon erwähnt, lässt sie den Leckerli-Spender ungern aus den Augen.

Lilly hat keine Welpenschule besucht. Es erschien uns unnötig, unseren Hund zum Spielen mit anderen Hunden zusammenzubringen, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Regelmäßige Spaziergänge bei denen andere Hunde in unterschiedlichen Größen kennengelernt werden und natürlich getobt werden kann erfüllt den gleichen Zweck.

Wir haben uns an zwei Bücher gehalten. Zum einen die Welpenerziehung von Gräfer und Unzer und die Welpen Spiele-Box, ebenfalls vom Verlag Gräfer und Unzer. Beides hat uns durch die ersten 8 Wochen geführt und sehr gut unterstützt. Es gibt jedoch Bundesländer, in denen ein Hundeführerschein gemacht werden muss. Was sicher nicht verkehrt ist.

Lilly’s Eltern

Lilly ist ein F2 Puggle. Bedeutet, beide Eltern sind bereits Puggles der ersten Generation. Auf den nachfolgenden Bildern kann man gut erkennen, woher Lilly ihre Farbe und Aussehen hat, man kann aber auch sehr gut sehen, was sie ihren eigenen Welpen mitgibt.

So hatten im zweiten Wurf drei ihrer Welpen, dass Champagner ihrer Mutter gemischt mit ganz viel Weiß. Einen Welpen in dieser Farbkombination wohnt bei uns (Loki). Lexi ist nach Augsburg gezogen und Luna lebt nicht weit weg von uns im Landkreis Heilbronn.

Lilly’s Körperbau

Lilly hat ein kurzes Fell ohne Unterwolle. Sie friert daher schnell und bekommt bei uns eine Regenjacke oder einen Strickpulli. Je nach Wetter. Sie haart definitiv, aber nicht übermäßig. Von den Maßen gehört Lilly eher zum Beagle. Kürzere Beine, längerer Körper. So kommt sie auf ein Stockmaß von 32 cm (Schulterhöhe) und eine Rumpflänge von 40 cm. Sie gehört damit zu den kleinen Hunden.

Lilly hatte als Welpe ein Cherry Eye, welches umgehend mit 2 Stichen von unserem Tierarzt vernäht wurde. Die Heilung ging fix und es war nur ein Augen-Antibiotikum nötig, keine Halskrause oder ähnliches. Die Heilung war schon nach kurzer Zeit erfolgt. Seither kam das Cherry Eye nie wieder.

Generell erfreut sich Lilly bester Gesundheit. Ihr Zahnwechsel und Wachstum verlief unproblematisch. Auch die Schwangerschaften und die Geburten ihrer Welpen verliefen problemlos und sie brauchte nur wenig Unterstützung. Sie ist eine fürsorgliche Mutter und ihr Körper hat sich sehr gut von den Geburten erholt.

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Der Puggle  - Halb Mops, Halb Beagle
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